Überblick
Mit der BMD-Integration erstellen Sie in timr eine Importdatei für die Personalverrechnung in BMD.
timr bereitet dafür zwei Arten von Daten auf: Nichtleistungszeiten (bezahlte Abwesenheiten wie Urlaub, Krankenstand oder Sonderurlaub) und die Anzahl der Homeoffice-Tage für die Telearbeitspauschale.
Der Export erfolgt immer für einen abgeschlossenen Zeitraum und erzeugt eine CSV-Datei, die Sie in BMD importieren oder an Ihre Steuerberatung weitergeben. Bei Nichtleistungszeiten exportiert timr nur die Änderungen seit dem letzten Export, sodass bereits übertragene Abwesenheiten in BMD korrekt gelöscht bzw. neu angelegt werden.
Hinweis: Die BMD-Integration befindet sich in der Beta-Phase. Funktionsumfang und Bezeichnungen können sich noch ändern. Falls Sie die Integration testen möchten, melden Sie sich gerne bei unserem Support Team unter info@timr.com
2. Personalnummern hinterlegen
3.1 Nichtleistungszeiten exportieren
3.2 Zeitausgleich-Saldo exportieren
3.3 Homeoffice-Tage exportieren
5.1 Nichtleistungszeiten
5.2 Homeoffice-Tage
6. Einschränkungen in der Beta-Phase
1. Voraussetzungen
- Sie haben Administratorrechte in timr.
- Ihre Personalverrechnung erfolgt mit BMD (bzw. Ihre Steuerberatung verwendet BMD).
- Sie kennen Ihre BMD-DV-Firmennummer.
- Für den Export von Homeoffice-Tagen: Sie kennen die BMD-Lohnart für die Telearbeitspauschale. Diese erhalten Sie von Ihrer Personalverrechnung.
- Sie arbeiten mit Abschlüssen im Zeit- & Urlaubskonto. Exportiert werden immer nur abgeschlossene Zeiträume.
Tipp: Klären Sie vorab mit Ihrer Personalverrechnung bzw. Steuerberatung, welche BMD-Abwesenheitsarten und welche Lohnart verwendet werden sollen.
2. Personalnummern hinterlegen
BMD ordnet die exportierten Daten ausschließlich über die Personalnummer zu. Hinterlegen Sie deshalb vor der Einrichtung der Integration bei allen Mitarbeitern, deren Daten an BMD übergeben werden, die Personalnummer aus BMD.
Schritt 1: Navigieren Sie zu Verwaltung → Benutzer.
Schritt 2: Klicken Sie beim gewünschten Benutzer auf Benutzer bearbeiten.
Schritt 3: Geben Sie im Feld Personalnummer die Personalnummer aus BMD ein.
Schritt 4: Klicken Sie auf Speichern.
Schritt 5: Wiederholen Sie diese Schritte für alle Mitarbeiter, deren Daten exportiert werden.
Hinweis: Fehlt die Personalnummer oder weicht sie von der Nummer in BMD ab, können die Datensätze in BMD keinem Dienstnehmer zugeordnet werden.
3. BMD-Integration einrichten
Schritt 1: Navigieren Sie zu Einstellungen → Integrationen.
Schritt 2: Klicken Sie bei Integrationen auf + Hinzufügen und wählen Sie BMD aus.
Schritt 3: Geben Sie Ihre BMD-DV-Firmennummer ein.
Schritt 4: Aktivieren Sie die gewünschten Exporte (siehe 3.1 und 3.3). Sie können einen oder beide Exporte aktivieren.
Schritt 5: Klicken Sie auf Speichern.
3.1 Nichtleistungszeiten exportieren
Aktivieren Sie die Checkbox Nichtleistungszeiten exportieren, um bezahlte Abwesenheiten an BMD zu übergeben. Anschließend ordnen Sie jeder timr-Abwesenheitsart die passende BMD-Abwesenheitsart zu.
Hinweis: Zur Zuordnung werden nur bezahlte Abwesenheitsarten angezeigt, deren kleinste Einheit Tag ist. Halbtägige Abwesenheiten werden derzeit nicht unterstützt.
Schritt 1: Wählen Sie bei jeder timr-Abwesenheitsart, die exportiert werden soll, die entsprechende BMD-Abwesenheitsart aus.
Schritt 2: Lassen Sie Abwesenheitsarten, die nicht an BMD übergeben werden sollen, ohne Zuordnung.
Die Zuordnung verwendet timr bei jedem Export. Sie müssen sie nur anpassen, wenn Sie neue Abwesenheitsarten anlegen oder sich die Vorgaben Ihrer Personalverrechnung ändern.
Sonderurlaub (Diverse NLZ)
Hinweis: Bei Sonderurlaub unterscheidet BMD zwischen den verschiedenen Arten, z. B. Hochzeit, Sterbefall oder Übersiedlung. Legen Sie daher auch in timr für jede Art eine eigene Abwesenheitsart an und weisen Sie diese in der Konfiguration separat dem passenden BMD-Wert zu.
Wählen Sie dazu bei der jeweiligen Abwesenheitsart die BMD-Abwesenheitsart 6 - Gutstd./Div. NLZ aus. Daraufhin erscheint ein Feld, in das Sie die BMD-Kennzahl eintragen. Über das Info-Symbol neben dem Feld sehen Sie die BMD-Standardwerte.
Die Kennzahlen 50–55 sind in BMD standardmäßig angelegt. Bezeichnungen und Nummern können in Ihrem BMD jedoch abweichen. Klären Sie die passenden Kennzahlen mit Ihrer Personalverrechnung. Sonderurlaube exportiert timr pro Tag mit dem Wert in Stunden.
3.2 Zeitausgleich-Saldo exportieren
Im Bereich Nichtleistungszeiten exportieren finden Sie oberhalb der Zuordnung die Checkbox Zeitausgleich-Saldo als Abwesenheitsart 6 (Gutstd./Div. NLZ) exportieren. Ist sie aktiviert, übergibt timr zusätzlich die Veränderung des Zeitkonto-Saldos (Gleitzeit) an BMD. So bleibt der Stundensaldo in BMD auf demselben Stand wie in timr. Die Checkbox ist standardmäßig aktiviert.
Für den Zeitausgleich-Saldo gilt:
- timr exportiert genau eine Zeile pro Mitarbeiter und Abschluss mit der Abwesenheitsart 6.
- Von-Datum und Bis-Datum entsprechen Beginn und Ende des Abschlusses (z. B. 01.06.–30.06.).
- Exportiert wird die Veränderung des Saldos im Abschlusszeitraum in Stunden als Dezimalzahl (z. B. 7,28 für +7:17 h), nicht der Gesamtsaldo.
- Die Zeile hat das Verarbeitungskennzeichen 3 (Neu anlegen/zusammenhängen). BMD rechnet den Wert zum bestehenden Saldo hinzu.
Hinweis: Deaktivieren Sie die Checkbox, wenn Ihre Personalverrechnung den Zeitausgleich-Saldo nicht in BMD führen möchte.
3.3 Homeoffice-Tage exportieren
Aktivieren Sie die Checkbox Abrechnungen exportieren, um die Anzahl der Homeoffice-Tage pro Mitarbeiter an BMD zu übergeben. Diese Angabe benötigt die Personalverrechnung für die steuerfreie Telearbeitspauschale (Homeoffice-Pauschale).
Schritt 1: Aktivieren Sie Abrechnungen exportieren.
Schritt 2: Geben Sie im Feld BMD Lohnart Telearbeitspauschale die Lohnart ein, die in BMD für die Telearbeitspauschale verwendet wird.
Hinweis: Der Export von Homeoffice-Tagen setzt voraus, dass Ihre Abschlüsse nicht über Monatsgrenzen hinausgehen (z. B. 01.03.–31.03.). Details dazu finden Sie in Abschnitt 5.2.
4. Export erstellen
Schritt 1: Navigieren Sie zu Zeit- & Urlaubskonto → Alle Konten.
Schritt 2: Klicken Sie auf BMD (neben Export).
Schritt 3: Wählen Sie den gewünschten Abschluss aus.
Schritt 4: Klicken Sie auf Exportieren.
Die Datei wird heruntergeladen und der Dialog schließt sich.
Format der Exportdatei:
- Ist nur ein Export aktiv, erhalten Sie eine CSV-Datei.
- Sind beide Exporte aktiv, erhalten Sie eine ZIP-Datei mit zwei CSV-Dateien (Nichtleistungszeiten und Abrechnungen).
- Trennzeichen ist das Semikolon (;), das Datumsformat ist TT.MM.JJJJ.
Importieren Sie die Datei anschließend in BMD über den Import für Nichtleistungszeiten bzw. Abrechnungen oder geben Sie sie an Ihre Steuerberatung weiter.
5. Hinweise zum Export
5.1 Nichtleistungszeiten
Der Export von Nichtleistungszeiten ist änderungsbasiert: Jede Exportdatei enthält nur das, was sich seit dem letzten BMD-Export geändert hat. timr merkt sich dafür bei jeder Abwesenheit, ob und in welcher Form sie bereits exportiert wurde.
- Neue Abwesenheiten werden mit dem Kennzeichen "Neu anlegen" exportiert.
- Geänderte Abwesenheiten (z. B. verlängerter Urlaub, geänderte Abwesenheitsart) werden zuerst in der bereits exportierten Form gelöscht und anschließend mit dem aktuellen Stand neu angelegt.
- Gelöschte Abwesenheiten werden als Löschung exportiert.
So müssen Sie nicht selbst vergleichen, welche Abwesenheiten BMD bereits kennt.
Abwesenheiten über eine Abschlussgrenze hinweg: Reicht eine Abwesenheit über das Ende eines Abschlusses hinaus (z. B. Urlaub vom 25.01. bis 04.02., Abschluss am 31.01.), enthält der Export für Jänner nur den Teil bis 31.01. Beim Export des Folgeabschlusses wird der Teil-Eintrag gelöscht und die vollständige Abwesenheit (25.01.–04.02.) neu angelegt.
Exportiert werden:
- BMD-DV-Firmennummer
- Personalnummer
- BMD-Abwesenheitsart
- Kennzahl der Diversen NLZ (bei Abwesenheitsart 6)
- Verarbeitungskennzeichen (Neu anlegen oder Löschen)
- Von-Datum und Bis-Datum
- Wert in Stunden (bei Abwesenheitsart 6)
Notizen zu Abwesenheiten werden nicht exportiert.
5.2 Homeoffice-Tage
Für jeden Mitarbeiter exportiert timr die Anzahl der Homeoffice-Tage im gewählten Abschluss, zusammen mit der hinterlegten Lohnart.
- BMD erwartet die Daten pro Monat. timr verwendet dafür den Monat, in dem der Abschluss beginnt.
- Geht ein Abschluss über eine Monatsgrenze hinaus (z. B. 15.02.–15.03. oder 01.01.–31.03.), ist kein Export von Abrechnungen möglich. timr zeigt in diesem Fall eine Fehlermeldung an.
- Der Export von Homeoffice-Tagen ist nicht änderungsbasiert: Jede Exportdatei enthält die Gesamtanzahl für den Abschluss. Änderungen nach einem Export korrigieren Sie direkt in BMD.
6. Einschränkungen in der Beta-Phase
- Es werden nur ganztägige bezahlte Abwesenheiten bzw. vollständige Zeiträume exportiert. Halbe Tage werden nicht unterstützt.
- Wird eine bereits exportierte Abwesenheit in einen späteren Abschluss verschoben, enthält der Export des ursprünglichen Abschlusses keine Löschung. Entfernen Sie den ursprünglichen Eintrag in diesem Fall manuell in BMD.
- Für Homeoffice-Tage gibt es keine Aufrollung von Korrekturen.
- Überstunden oder Zuschläge werden derzeit nicht an BMD übergeben. Verwenden Sie dafür den Excel-Export im Zeit- & Urlaubskonto.
7. Tipps und Hinweise
Exportieren Sie jeden Abschluss direkt nach dem Abschließen und importieren Sie die Datei zeitnah in BMD. So bleiben timr und BMD auf demselben Stand.
Wenn Sie weitere Daten (z. B. Überstunden oder Zuschläge) an BMD übergeben möchten, melden Sie sich gerne bei unserem Support. Ihr Feedback fließt in die Weiterentwicklung der Integration ein.
Wenn Sie die BMD-Integration löschen, gehen die Informationen verloren, welche Abwesenheiten bereits exportiert wurden. Ein späterer Export enthält dann keine Löschungen für zuvor übertragene Abwesenheiten.
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